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Lustige Zeichentrickfilme, Harmlose Spiele, pädagogisch wertvolles Wissen: Viele Internetseiten locken Kinder und Jugendliche mit Gratisangeboten. Doch oft dient das vor allem einem Zweck: Unsere Kinder sollen ausspioniert werden.

Kinder und Internet? Da denken die meisten Eltern in erster Linie an Gefahren wie Gewalt, Mobbing und Pornografie. Die Rettung versprechen speziell auf die junge Zielgruppe ausgerichtete Angebote, wie helles-koepfchen.de, kividoo.de oder spielaffe.de. Auf den bunten, harmlos erscheinenden Seiten erwartet niemand etwas Böses. Doch der Schein trügt, wie unsere Untersuchungen zeigen. Auf vielen dieser Internetseiten werden Kinder gnadenlos ausspioniert und anschließend mit verlockender Werbung bombardiert, sowie gezielt beeinflusst.

Web-Wanzen bespitzeln im Hintergrund

Grafik: Anzahl der Tracker und trackender Werbung auf den zwölf beliebtesten Kinder- websites, ermittelt über Quellcodeanalyse der jeweiligen Startseiten am 22. Mai 2017

Beispiel Helles-Koepfchen.de: Das Wissensportal für Kinder und Jugendliche verspricht pädagogisch und journalistisch hochwertige Inhalte und will einen guten Überblick über das Angebot innerhalb der „Kinderseiten-Landschaft“ verschaffen. Siegel wie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend suggerieren absolute Sicherheit. Tatsächlich verstecken sich aber auf der Seite insgesamt 31 so genannter „Web Wanzen“ (englisch „Tracker“), die unsere Kinder mitunter über mehrere Websites hinweg verfolgen. Auch trackende Werbung, Like- Buttons und vieles mehr trägt dazu bei, dass das Surfverhalten von Internetnutzern genauestens protokolliert wird. Anhand verschiedener individueller Merkmale können Unternehmen die Kinder dadurch eindeutig identifizieren und so ein genaues Persönlichkeitsprofil erstellen.



Die dahinterstehenden Firmen protokollieren dazu die gelesenen Artikel, die angeschauten Videos und aufgerufenen Spiele und wissen dann nach einiger Zeit genau, mit wem sie es zu tun haben: Alter, Geschlecht, Vorlieben, Lernfortschritte, Entwicklungsstand – das surfende Kind hinterlässt unbewusst seine persönliche Visitenkarte. Aber auch Dinge wie finanzieller Hintergrund, mögliche Lernschwächen oder soziale Probleme können so ans Licht kommen. Die erhobenen Daten landen dann häufig auf US-Servern mit häufig schwachem Datenschutz.



Es gibt aber auch positive Beispiele. Das Angebot von Blinde-Kuh.de erwies sich zum Beispiel datenschutztechnisch als rundum unbedenklich. Ebenfalls empfehlenswert sind WDRMaus.de sowie kidsville.de. Auf beiden Seiten ist jeweils nur ein Tracker vorhanden und dazu handelt es sich um harmlose Varianten, die keine Persönlichkeitsprofile erstellen.

Manipulation durch zielgerichtete Werbung

Die Folge der Analyse des Surfverhaltens sind einerseits fragwürdige Werbeangebote in Form sogenannter personalisierter Werbung. Besonders Kinder und Jugendliche reagieren darauf. Denn sie sind neugierig und möchten häufig wissen, was hinter den Anzeigen steckt. Überdies erkennen sie viele Werbeformen oft nicht als Werbung. Unternehmen gelingt auf diese Weise, zielgerichtet das Verhalten von Kindern zu beeinflussen und sie zum Kauf bestimmter Produkte zu drängen.
Es lauern aber noch weitere Gefahren: Heikel wird es zum Beispiel, wenn sich hinter bunten Bannern Betrüger verbergen. Etwa Gewinnspiele, die allein dem Abgriff persönlicher Daten dienen, oder Gratis-Angebote, die sich als Abofallen entpuppen.

Des Weiteren können die Werbefirmen mit den gesammelten Daten kräftig Kasse machen, indem sie Persönlichkeitsprofile teuer weiterverkaufen.

Leider legal

Das Schockierende: Diese Praktiken sind nicht generell verboten und greifen auf jedem internetfähigen Endgerät, egal ob Computer, Spielekonsole oder Tablet. Persönlichkeitsprofile von Kindern und Jugendlichen – wie von jedem anderen Internetnutzer auch – dürfen zumeist kommerziell verwertet werden. Aus unserer Sicht ist das ein Skandal. Unser Appell: Eltern müssen nicht nur überprüfen, was die Kinder mit den Medien machen, sondern auch, was die Medien mit ihren Kindern machen. Übrigens: Aus gutem Grund ist in den USA bereits seit 2013 das Tracken von Onlineaktivitäten von Kindern unter 13 Jahren per Gesetz verboten. Hierzulande genießen die Datenschnüffler dagegen freie Bahn.

Mit dem eBlocker Family Kinder vor Gefahren im Netz schützen

Wer seine Kinder ungern zum Spielball der Datensammler machen möchte, muss sie schützen. Anstatt aber jedes einzelne Gerät aufwendig für sicheres Surfen fit zu machen, erledigt der eBlocker Family diese Aufgabe im Handumdrehen. Dazu wird die kleine Box lediglich per Kabel am Router angedockt und mit Strom versorgt – fertig. Fortan schützt sie alle Geräte zuverlässig vor jeglichen Schnüffeldiensten. Die Family-Version des eBlockers bietet darüber hinaus die Möglichkeit, für jedes Mitglied im Haushalt eigene Einstellungen zu treffen. Kinder und Jugendliche profitieren von speziellen Jugendschutz-Funktionen, die sie vor Gewalt, Abzocke, Pornografie und nicht kindgerechten Inhalten sicher abschirmen.