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Tricksereien bei der Preisfestsetzung: Die dreisten Methoden der Reiseportale

Tricksereien bei der Preisfestsetzung: Die dreisten Methoden der Reiseportale
| Redaktion

Frühjahrszeit ist Buchungszeit: Die ersten warmen Sonnenstrahlen bescheren Reiseportalen besonders hohe Buchungszahlen. Mehr als jeder dritte Deutsche (43 % in 2016) sucht seine Reisen mittlerweile im Internet, da er dort den günstigsten Preis erwartet.

Dass bei der Preisfestsetzung zweifelhafte Methoden zum Einsatz kommen und der User dabei je nach Endgerät wie PC, Smartphone, Tablet oder Smart-TV für identische Reisen unterschiedliche Preise angeboten bekommt, ahnt der Nutzer in seiner Urlaubsvorfreude nicht. Das ist in etwa so, als würde er im Reisebüro gefragt, welches Auto er fährt, und die Preisbildung der ausgewählten Reise würde sich am Wert des Autos orientieren.

Nicht ohne Grund setzte der ehemalige NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel die Preispolitik der sogenannten dynamischen Preisanpassung auf die Agenda der Verbraucherschutzkonferenz und forderte mehr Transparenz, um bei Preisfestsetzung Methoden leichter Ungleichbehandlung aufdecken zu können.

Verbraucherschützer schlagen Alarm

Wer im Internet surft, übermittelt ganz automatisch Informationen. Die technischen Systeme der Reiseportale überprüfen beispielsweise, welches Endgerät der Nutzer gerade verwendet. Mit dieser Information kann dann der Preis angepasst werden. Im Marketing wird die Preisfestsetzung nach solchen Methoden als Dynamic Pricing bezeichnet – Verbraucherschützer nennen es treffender „Preisdiskriminierung“. Für identische Produkte bekommen die Nutzer zur selben Zeit und beim selben Anbieter unterschiedliche Preise angezeigt – die Preisfindung erfolgt in Abhängigkeit des gerade eingesetzten Geräts.

Wie das Fernsehmagazin „ZDF Wiso“ im März 2016 herausgefunden hat, nehmen fast alle getesteten und namhaften Reiseportale solche diskriminierenden Preisanpassungen vor. Mit erstaunlichen Ergebnissen.

Preisvorteile bei mobilen Geräten

Denn die Preispolitik richtet sich nicht zwingend nach dem Markt oder der Konkurrenz, sondern nach nutzerorientierten Faktoren. Einen klaren Vorteil besitzen die Reisenden, die mit einem mobilen Endgerät das Portal besuchen und Preise abfragen. Entweder wird das gleiche Hotel zu einem deutlich günstigeren Tarif angeboten. Unterschiede von zehn Euro pro Übernachtung und Person waren keine Seltenheit. Oder der Nutzer eines Smartphones erhält eine kostenfreie Stornierungsmöglichkeit, also ebenfalls ein günstigeres Angebot.

Um sich bei der Preisfestsetzung Methoden der Diskriminierung zu widersetzen, müssen Reisende jedoch nicht ständig das Smartphone benutzen. Mit dem eBlocker funktioniert das kinderleicht und unabhängig vom Endgerät.

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