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Warum die IP-Adresse ändern, ich habe nichts zu verbergen: Die 6 größten Irrtümer rund um Anonymität im Netz

Warum die IP-Adresse ändern, ich habe nichts zu verbergen: Die 6 größten Irrtümer rund um Anonymität im Netz
| Editorial Staff

Jeder Internetausflug hinterlässt Spuren, mit denen sich Nutzer eindeutig identifizieren lassen. Denn bei der Einwahl wird dem Router eine weltweit einmalige Zahlenkombination zugeteilt, die IP-Adresse. So lässt sich selbst Wochen später herausfinden, wann und mit welcher IP-Adresse eine Internetseite besucht wurde.

Warum man deshalb die IP-Adresse ändern sollte? Nicht nur jeder Seitenbetreiber kann über die IP-Adresse leicht herausfinden in welcher Region der Nutzer lebt und über welchen Internetanbieter er ins Netz geht. Auch Google, Facebook, NSA und Cyberkriminelle wollen wissen, wer was im Internet unternimmt. Das Dumme ist: Fast alle Nutzer machen es ihnen leicht. Viele besuchen sozusagen mit auf die Stirn getackertem Personalausweis abenteuerliche Seiten, googeln nach schweren Krankheiten und erkundigen sich nach Krediten oder Seitensprüngen.

Dabei ist es heute ganz einfach möglich, die IP-Adresse zu verbergen. Für Datensammler sieht es dann so aus, als käme ein deutscher Surfer zum Beispiel aus einer Kleinstadt in den USA. Und neben verbesserter Sicherheit hat das Surfen mit Tarnkappe weitere angenehme Nebeneffekte. So lassen sich Internetdienste nutzen, die für Kunden aus anderen Ländern eigentlich gesperrt sind, etwa Videodienste oder Sportsender. Doch die wenigsten User nutzen die Vorteile der IP-Anonymisierung – ein Grund sind die vielen Missverständnisse, die rund um die Frage „Warum die IP-Adresse ändern?“ kursieren. Wir nennen die sechs größten Irrtümer!

Irrtum 1: Warum die IP-Adresse ändern? Die wird doch sowieso regelmäßig geändert!

Was stimmt: Dynamische IP-Adressen kommen bei fast allen privaten Internetanschlüssen zum Einsatz. Theoretisch können sie sich also immer wieder ändern. Das passiert spätestens, wenn sich der Router neu mit dem Internet verbindet. Im Gegensatz zu früher geschieht das aber immer seltener. Die ehemals übliche „Zwangstrennung“, bei der der Provider einmal pro Tag die Verbindung kurz kappte, ist so gut wie Geschichte. Sie kommt nur noch bei Analog- und ISDN-Anschlüssen zum Einsatz.

Bei modernen DSL- und Kabelanschlüssen verzichten die meisten Provider darauf, da in diesem Fall auch der Telefonanschluss von der Trennung betroffen wäre. Das bedeutet, dass es nur noch bei einem Neustart des Routers eine andere IP-Adresse vom Internetanbieter gibt. Oder, wie im Fall der Deutschen Telekom, spätestens nach 180 Tagen. Die meisten Nutzer sind also in der Regel wochen- oder sogar monatelang anhand ihrer IP-Adresse eindeutig identifizierbar. Dazu kommt: Selbst dynamische Adressen schützen nicht vor Rückverfolgung. In Deutschland existieren rechtliche Möglichkeiten, um Anschlussinformationen vom Provider zu erlangen und so problemlos die Identität eines Internetnutzers zu ermitteln.

Irrtum 2: Warum die IP-Adresse ändern, das habe ich nicht nötig!

Natürlich – nicht jeder muss oder will im Internet anonym sein. Wer zum Beispiel auf offener Straße seine Krankheiten herausposaunt, der Kreditbank freimütig über seine Spielleidenschaft berichtet oder auf jeder Party frisch von der Leber jedem seine sexuellen Neigungen auf die Nase bindet, kann getrost auch im Web auf Privatsphäre verzichten.

Alle anderen sollten dagegen auf der Hut sein. Warum sie die IP-Adresse ändern sollten? Inzwischen lauert eine riesige Industrie auf im Web unbemerkt preisgegebene Surfprofile jedes Einzelnen. Diese wertet den Datenverkehr aus und verdichtet sie zu detaillierten Persönlichkeitsprofilen. Und jeder Besuch im Internet hinterlässt eine Menge Spuren. Durch die IP-Adresse erfahren Seitenbetreiber etwa den ungefähren Wohnort und die Internetbandbreite. Nur durch eine wirksame Kombination aus IP-Anonymisierung plus weiterer Schutzmaßnahmen behalten Nutzer die volle Hoheit über ihre Daten.

Irrtum 3: Ich nutze Browser-Add-ons wie Ghostery und Adblock. Das reicht als Schutz!

Tatsächlich blocken derartige Browser-Erweiterungen Tracker, Cookies und Social-Media-Schaltflächen, die das Surfverhalten ausspionieren. Sie verbessern somit nicht nur die Privatsphäre, sondern verringern auch das Werbeaufkommen. Die Sache hat aber mehrere Haken:

  • Schützt nur den Browser: Browser-Erweiterungen schützen nurden Browser selbst, nicht aber den PC generell und noch weniger andereinternetfähige Geräte im Netzwerk.
  • Blocken nicht alles: Derartige Add-ons schützen zwar passabel vor Trackernund Werbung, die IP-Adresse verschleiern sie aber nicht. Vollkommen anonymes Surfen bleibt eine Illusion.
  • Verbindungen zur Werbeindustrie: Ob Web of Trust oder Ghostery – mehr als einmal entpuppten sich die Dienste hinter den Erweiterungen selbst als Die Erweiterung blockt zwar viele Tracker, sammelt abergleichzeitig fleißig Daten durch das „Human-Web“ genannte System. Was Ghostery, das indirekt zum Burda Verlag gehört, damit alles anstellt, kann nur spekuliert werden.

Irrtum 4: Anonymes Surfen ist lahm!

Beim Einsatz der Software des kostenlosen Tor-Netzwerks ist an dieser These zweifelsohne etwas dran. Schließlich müssen die Anfragen erst über mehrere Server (sog. Tor-Knoten) laufen, bis sie beim Empfänger landen. Das macht den Dienst zwar sehr sicher beim tägliche Surfen, für breitbandige Downloads aber nahezu unbrauchbar: Die Geschwindigkeit beim Seitenaufbau ist meist in Ordnung, während beim Herunterladen und Abspielen von Videos auf dem heimischen Computer die Freude unter dem Tor-Anonymisierungsprozess doch sehr leidet.

Deutlich flotter läuft es dagegen mit kommerziellen VPN-Diensten (VPN = Virtuelles Privates Netzwerk). Denn in diesem Fall müssen die Daten nur den Umweg über die Proxy-Server-Infrastruktur des VPN-Anbieters nehmen. Wenn genügend Bandbreite zur Verfügung steht, liegt die Geschwindigkeit nahe am Maximaltempo der Internetleitung.

Irrtum 5: Wenn ich das Tor-Netzwerk nutze, lande ich gleich im Darknet!

Genauso korrekt wäre die Aussage, dass jeder Surfer im Internet automatisch auf Pornoseiten landet. Richtig ist: Über die Server des Tor-Netzwerks ist der Zugang zum Darknet möglich. Wer aber nicht ins Darknet möchte, wird dort auch nicht landen. Darüber hinaus gibt es Mittel und Wege, die Wege ins Darknet zu blockieren. Mit dem eBlocker beispielsweise ist die Privatsphäre des Internetnutzers geschützt – indem das Gerät auf Tor zurückgreift, um die IP-Adresse zu verbergen. Allerdings erlaubt der eBlocker keinen Zugriff auf Darknet-Domains. Wer trotzdem hinein will, muss diese Schranke aktiv umgehen.

Irrtum 6: Das ist doch alles viel zu kompliziert!

Auf die Frage, warum sie die IP-Adresse nicht ändern, antworten viele User: Das ist mir zu kompliziert. Und haben nicht ganz unrecht:

Es ist möglich, Ihren Browser so zu konfigurieren, dass er das Tracking behindert, aber viele Anwender haben nicht das Fachwissen oder die Zeit, um alles korrekt einzurichten. eBlocker ist eine Lösung für alle Ihre Geräte in Ihrem Heimnetzwerk. Einmal installiert, kann eBlocker so eingestellt werden, dass es auf 99% der Websiten unmöglich ist sie zu wiederzuerkennen.

Wenn Sie unseren Privatsphäre Check besuchen, sehen Sie, welche Daten innerhalb von Sekunden über Sie bekannt sind. Außerdem finden Sie einige kurze Videos, die zeigen, wie Blockierwerkzeuge wie der eBlocker diese Informationen maskieren können. Haben Sie keine Angst, wir sind hier, um Sie zu schützen.

Wer tatsächlich von jedem einzelnen internettauglichen Gerät im Haushalt die IP-Adresse anonymisieren will, steht vor einer nahezu unlösbaren Mammutaufgabe. Denn Plug-ins oder VPN-Programme funktionieren beispielsweise nicht auf Smart-TVs, Spielekonsolen oder IoT-Geräten (IoT = Internet of Things). Einfacher macht es der eBlocker.

Angeschlossen ans Heimnetzwerk, anonymisiert der kleine Kasten das Onlineverhalten sämtlicher internetfähiger Geräte im Netzwerk. Er schützt neben dem Computer also auch Tablets, Smart-TVs, Spielekonsolen und IoT-Geräte, für die es bislang kaum Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre gibt. Wahlweise über das Tor-Netzwerk oder per VPN-Anbieter wird die IP verschleiert.

Darüber hinaus blockt der eBlocker zuverlässig alle Tracker und datensammelnde Werbung. Dank dieser Kombination bietet der eBlocker erstmals einen umfangreichen Schutz der Privatsphäre auf Netzwerkebene – ganz ohne Softwareinstallation.

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